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ADHS: Alles. Gleichzeitig. Ungefiltert.

Stell dir vor, dein Gehirn ist ein Ferrari-Motor, aber du hast nur die Bremsen eines Fahrrads. Du siehst alles, du fühlst alles, und deine Gedanken rasen mit 300 km/h – doch wenn du anhalten willst, um eine einfache E-Mail zu schreiben oder den Abwasch zu machen, quietschen die Reifen, und du schiesst einfach über das Ziel hinaus.

ADHS ist kein Mangel an Aufmerksamkeit, sondern die Unfähigkeit, das Flutlicht im Kopf auf einen einzigen Punkt zu richten.

ADHS bedeutet einfach ausgedrückt: Alles ungefiltert, gleichzeitig Wahrzunehmen und es schier unmöglich ist, nach Wichtigkeit zu sortieren.

Die absoluten Herausforderungen

In der Schule oder im Büro bist du keine „Maschine“, sondern oft derjenige, dessen Motor laut aufheult, aber die Reifen drehen nur hilflos im Schlamm durch. Die Konzentration ist kein Laserstrahl, sondern ein Flutlicht, das alles gleichzeitig beleuchtet, nur nicht das Matheblatt vor dir.
  • Für den ADHS-Kopf ist Stillsitzen wie körperlicher Schmerz; dein Dopamin-Speicher ist ein leeres Fass, das ständig nach neuem Treibstoff schreit, während die Welt von dir verlangt, mit dem Leerlauf zufrieden zu sein.
  • Die Exekutive Dysfunktion ist deine defekte Gangschaltung. Du weisst genau, wo du hinwillst, aber du bekommst den ersten Gang einfach nicht rein. Du starrst das Blatt an, willst anfangen, aber dein Gehirn liefert einfach keinen Zündfunken.
  • Das Gefühl von „Versagen“ ist dein ständiger Beifahrer. Du merkst, dass andere mühelos parken und abbiegen, während du bei jeder Kurve aus der Bahn fliegst, weil dein System viel zu sensibel und viel zu schnell für diese engen Leitplanken ist.
Du bist nicht kaputt – du bist ein Hochgeschwindigkeits-System in einer Welt, die auf Schritttempo programmiert ist.
Hinter der Fassade von „Chaos“ oder „Vergesslichkeit“ liegen tiefgreifende neurologische Hürden:
  • Executive Dysfunktion: Das Gehirn hat Schwierigkeiten, Aufgaben zu planen, zu priorisieren und zu starten. Was für andere ein simpler Handgriff ist (z. B. Steuererklärung), fühlt sich für Betroffene an wie das Besteigen des Mount Everest ohne Ausrüstung. Du starrst 4 Stunden die Wand an, weil du nicht weißt, ob du erst duschen oder erst die Mail schreiben sollst. Am Ende machst du gar nichts und hasst dich dafür.
  • Emotionale Dysregulation: Gefühle werden oft ungefiltert und mit extremer Intensität erlebt. Ein kleiner Funke Kritik kann einen emotionalen Flächenbrand auslösen (Rejection Sensitivity), was soziale Beziehungen und das Berufsleben massiv belastet.
  • Der „Mentale Lärm“: Betroffene leiden oft unter einer permanenten Flut an Gedanken, die nie zur Ruhe kommen. Dies führt zu chronischer Erschöpfung und Schlafproblemen.
  • Soziale Isolation & Masking: Aus Angst vor Ablehnung versuchen viele, ihre Symptome krampfhaft zu unterdrücken („Masking“), was langfristig zu Burnout oder Depressionen führen kann.
  • Geringes Selbstwertgefühl: Jahrelanges Feedback wie „Du könntest ja, wenn du nur wolltest“ oder „Reiss dich mal zusammen“ hinterlässt tiefe Wunden und das Gefühl, grundsätzlich „falsch“ zu sein.
  • Innere Sabotage: Dein autistischer Teil braucht den Plan X, dein ADHS-Teil wirft ihn um 9:01 Uhr über den Haufen. Ergebnis: Totaler Systemabsturz (Shutdown).
Diese Hürden sind keine Charakterschwäche, sondern biologisch bedingt – oft ist die Präfrontale Hirnrinde, die Schaltzentrale für Selbstregulierung, anders aktiv als bei neurotypischen Menschen.
 

Die harte Realität im Alltag
 
Kindheit: Der „Problemfall“
  • Wutanfälle aus dem Nichts: Wenn die Nudeln die falsche Form haben oder der Schulweg umgeleitet wird, bricht die Welt zusammen. Eltern und Lehrer denken, du bist „unerzogen“.
  • Einsamkeit im Trubel: Du stehst auf dem Pausenhof, es ist zu laut (Sensorik), und du verstehst den Code der anderen Kinder nicht. Du bist physisch da, aber mental auf einem anderen Planeten.
Jugend: Die Maske und der Absturz
  • Erschöpfung als Dauerzustand: Du verbringst den ganzen Schultag damit, dich „normal“ zu verhalten (Masking). Wenn du nach Hause kommst, liegst du im dunklen Zimmer und kannst nicht mal mehr sprechen.
  • Suchtgefahr & Flucht: Um das Gedankenchaos im Kopf leise zu kriegen, flüchten viele in Videospiele (Dopamin) oder später in Substanzen, nur um mal „Ruhe“ zu haben.
 
Erwachsene: Das „Versagen“ im System
  • Die „ADHS-Steuer“: Du zahlst hunderte Euro Mahngebühren, weil du Briefe nicht öffnest (Angst vor Inhalt + Vergesslichkeit). Dein Kühlschrank ist voll mit verschimmeltem Gemüse, das du „gesund kochen“ wolltest.
  • Job-Hopping oder Burnout: Entweder langweilt dich der Job nach 3 Monaten zu Tode (ADHS), oder die sozialen Strukturen und die Lautstärke bringen dich ins Burnout (Autismus).
  • Beziehungs-Chaos: Du vergisst Geburtstage oder dass dein Partner im Raum ist, wenn du im Hyperfokus bist. Gleichzeitig rastest du aus, wenn dein Partner eine Tasse „falsch“ in den Schrank stellt.

Chaos. Kraft. Du.

Deine Superkräfte

ADHS wird oft nur als Liste von Defiziten gesehen – doch wer sagt eigentlich, dass „normal“ der Standard sein muss? In einer Welt, die in festen Bahnen denkt, sind ADHSler die „Out of the Box-Denker“. Hier sind drei Dinge, in denen du anderen oft meilenweit voraus bist:
  • Grenzenlose Kreativität: Menschen mit ADHS denken oft „out of the box“. Sie finden unkonventionelle Lösungen und stellen Verbindungen her, die anderen verborgen bleiben.
  • Kreative Explosivität: Dein Gehirn macht keine geraden Linien, sondern neuronale Feuerwerke. Du verknüpfst Ideen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, und findest Lösungen, auf die ein „linearer“ Denker niemals kommen würde.
  • Resilienz & Intuition: Du hast gelernt, dich in einer Welt zurechtzufinden, die nicht für dein Gehirn gebaut wurde. Das macht dich anpassungsfähig, krisenfest und gibt dir oft ein feines Gespür für Stimmungen und Menschen.
  • Der Hyperfokus-Modus: Wenn dich ein Thema wirklich packt, entwickelst du eine Konzentration, von der andere nur träumen können. Du arbeitest nicht nur – du wirst eins mit deiner Aufgabe und erledigst in drei Stunden das, wofür andere drei Tage brauchen.
  • Hohe soziale Kompetenz: Viele Betroffene besitzen ein überdurchschnittliches Einfühlungsvermögen und einen extrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Sie wirken oft sehr authentisch, hilfsbereit und mitreissend.
  • Krisen-Resilienz & Schnelligkeit: In brenzligen Situationen können sie oft kühlen Kopf bewahren und blitzschnell reagieren, während andere noch sortieren.
  • Begeisterungsfähigkeit: Die typische ADHS-Energie kann extrem ansteckend wirken. In Teams fungieren sie oft als Innovationsmotor und motivieren ihr Umfeld durch ihren Enthusiasmus.

Anstatt ADHS nur als Defizit zu sehen, betont die Positive Psychologie heute einen stärkenorientierten Ansatz, um dieses Potenzial voll auszuschöpfen.

Dein Kopf ist kein kaputtes Radio – er empfängt einfach nur mehr Frequenzen gleichzeitig. Nutze den Speed!

Naja, dennoch ist alles sooo Anstrendend!

Das blöde ist, dass wir mittlerweile in einer absoluten Leistungsgesellschaft leben, wo anders sein oder Müde, kaputt, gestresst, überfordert und vieles mehr einfach nicht geduldet wird.

Mich persönlich macht das sehr traurig und ich verstehe nicht, wie ein so grosser Teil der Bevölkerung, ihre absolute Schmerzgrenze tagtäglich überschreiten muss -um genug zu sein oder sogar einfach nur dem Standard zu entsprechen...!

Meine Hauptmotivation: Ich möchte Menschen helfen und sie in ihrer Tagesstruktur und im Alltag unterstützen, weil ich die Herausforderungen kenne und verstehe!

Mögliche Lösungen: Das Chaos filtern

Dopamin-Management (Der Treibstoff)
Nutze gezielte Belohnungen, Musik beim Arbeiten oder kurze Bewegungspausen als aktiven Motor für dein Gehirn.
  • Der Effekt: Du wartest nicht passiv auf Motivation, sondern erzeugst sie selbst. Wenn der Dopaminspiegel stimmt, schwindet die Lähmung (Executive Dysfunction) und du kommst endlich ins Tun.
Externalisierung (Das externe Hirn)
Verlagere alles aus deinem Kopf auf Whiteboards, Post-its oder digitale Reminder, um deinen internen Arbeitsspeicher zu entlasten.
  • Der Effekt: Dein Gehirn muss nicht mehr krampfhaft versuchen, an alles gleichzeitig zu denken. Das senkt das Stresslevel massiv und schafft Raum für Kreativität, ohne dass wichtige Details im Chaos versinken.
Body Doubling & Fokus-Anker (Die Leitplanken)
Nutze die (auch stille) Anwesenheit anderer Personen oder spezifische Fokus-Playlists, um leichter in den Tunnel zu finden.
  • Der Effekt: Die Anwesenheit einer anderen Person wirkt wie ein sanfter Anker. Es hilft deinem Nervensystem, den Fokus zu halten und verhindert, dass du dich in unwichtigen Nebenaufgaben verlierst.
Emotions-Regulation (Das Ventil)
Schaffe dir bewusste Ventile zum Auspowern oder kreative Outlets, wenn die Gefühle und Impulse dich zu überfluten drohen.
  • Der Effekt: Du lernst, die emotionale Intensität nicht als Fehler, sondern als Energiequelle zu sehen. Indem du den Druck rechtzeitig ablässt, verhinderst du den emotionalen Burnout und impulsives Handeln.
Zusammengefasst: ADHS bedeutet nicht, dass dein Kopf zu wenig leistet, sondern dass er ein Hochleistungsmotor ohne Bremsen ist. Mit der richtigen Steuerung wird aus dem Chaos pure Innovationskraft.

Klarer Fokus hilft!

Stärken - stärken

und Jetzt?

Eines der wichtigsten Punkte:

sich selber akzeptieren

Radikale Akzeptanz (Das Mindset) Hör auf, ein „normales“ Gehirn simulieren zu wollen. Akzeptanz bedeutet zu verstehen: „Mein Gehirn funktioniert mit Dopamin-Antrieb, nicht mit Wichtigkeit.“ Akzeptanz löst nicht automatisch die Probleme aber es hilft dir nach Lösungen zu suchen. Der Benefit: Sobald du akzeptierst, dass du für manche Dinge (wie Steuererklärungen) Hilfe brauchst, setzt du Energie frei für das, was du liebst.

Und weiter?

Die Struktur

im Alltag

Strategisches Umfeld-Design (Die Struktur) Da die interne Struktur oft fehlt, musst du sie im Aussen schaffen. Das Gehirn braucht „Leitplanken“. Konkret: Nutze Tools, die dein visuelles Denken unterstützen. Arbeite mit Trello für visuelles Projektmanagement oder der Pomodoro-Technik, um den Hyperfokus in gesunde Bahnen zu lenken. Gestalte deinen Arbeitsplatz reizarm, damit dein Fokus nicht bei jeder Fliege abhaut.

Wie gehts zur Umsetzung?

Durch einfache Schritte im Coaching

Durchstarten!

Gezieltes Coaching & Tools (Die Feinjustierung) ADHS lässt sich nicht „wegtherapieren“, aber man kann das „Handwerkzeug“ lernen. Coaching: Ein spezialisierter ADHS-Coach hilft dir, deine individuellen Trigger zu finden. Bio-Hacking & Medikation: Ob durch Sport, Ernährung oder (nach ärztlicher Absprache) Medikation – es geht darum, den Dopaminspiegel so zu regulieren, dass du der Pilot deines Flugzeugs bleibst und nicht nur Passagier deiner Impulse bist. Oft weiss man was zu tun ist - nur nicht ganz wie anpaken. Dabei unterstütze ich dich gerne!

Der 3 Schritte Plan

Vom Chaos zur Kompetenz
1
2
3

Eines Tages oder Tag 1

Du hast es in der Hand

0

Tage im Jahr

0

Stunden am Tag

0

Tage die Woche

0

Der es macht - DU!

Häufig gestellte Fragen

Das können wir frei entscheiden! Wenn du das anfangs lieber Online machst – kein Problem. Oder doch lieber gemütlich bei dir zu Hause – auch das ist möglich. Oder du möchtest das ganze bei mir im Studio angehen, eventuell mit einem lockeren Spaziergang? Natürlich ist auch das möglich 😀

Im Prinzip für jeden, der Unterstützung haben möchte. Egal ob Kinder oder die Eltern der Kinder, Junge Erwachsene oder auch Erwachsene selbst.

Oft ist es so, dass man immense Wartezeiten für einen Therapietermin/ Platz hat. 

  • Therapie (Heilung): Konzentriert sich auf die Vergangenheit und psychische Erkrankungen. Das Ziel ist es, Blockaden zu lösen, Traumata aufzuarbeiten und die klinischen Symptome von ADHS, AuDHS, Autismus (wie Depressionen oder Angstzustände) zu lindern. Sie wird oft von der Krankenkasse übernommen.
  • Coaching (Handeln): Konzentriert sich auf die Gegenwart und Zukunft. Es ist eine lösungsorientierte Begleitung, um den Alltag mit ADHS, AuDHS, Autismus zu meistern. Hier geht es um konkrete Strategien, Zeitmanagement und Organisation. Coaching ist meist eine Eigenleistung und keine Heilbehandlung.
Kurz: Therapie repariert das Fundament, Coaching baut das Haus und optimiert die Abläufe.
Die Diagnose einer Neurodivergenz wirft oft Fragen zur Finanzierung auf. In der Schweiz ist die Kostenübernahme zwischen der Invalidenversicherung (IV) und der Krankenkasse (KV) klar aufgeteilt. Hier finden Sie die Übersicht für die verschiedenen Fachbereiche:
 
1. Invalidenversicherung (IV): Fokus auf Entwicklung und Erwerb.
Die IV ist primär zuständig, wenn es um die Ausbildung, die Erwerbsfähigkeit oder die Unterstützung bei Geburtsgebrechen geht.
  • ADHS & ADS: Wenn die Diagnose vor dem 9. Lebensjahr gestellt wird, anerkennt die IV dies als Geburtsgebrechen (Ziffer 404). Sie übernimmt bis zum 20. Lebensjahr die Kosten für medizinische Massnahmen und notwendige Therapien.
  • Autismus & AuDHS (Autismus-Spektrum-Störung): Autismus gilt ebenfalls als Geburtsgebrechen (Ziffer 405). Die IV finanziert hier oft umfassende Unterstützung zur sozialen Integration und speziellen Förderung.
  • Für Erwachsene: Die IV unterstützt auch nach dem 20. Lebensjahr, sofern die Erwerbsfähigkeit bedroht ist. Dies umfasst Job-Coaching, berufliche Umplatzierungen oder Integrationsmassnahmen, um im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen oder zu bleiben.
  • Entlastung für Familien: Bei Kindern mit hohem Betreuungsaufwand können Hilflosenentschädigung und Assistenzbeiträge bei der IV beantragt werden.
 
2. Krankenkasse (KV): Fokus auf medizinische Behandlung
Sobald die Zuständigkeit der IV endet (meist ab dem 20. Lebensjahr) oder wenn eine Diagnose erst im Erwachsenenalter erfolgt, übernimmt die Grundversicherung:
  • Psychotherapie: Seit der Einführung des Anordnungsmodells werden Therapien bei psychologischen Psychotherapeuten (auf ärztliche Anordnung) von der Grundversicherung bezahlt.
  • Medikamente: Die Kosten für offiziell zugelassene Medikamente (z. B. bei ADHS) werden gemäss Spezialitätenliste übernommen.
  • Ärztliche Leistungen: Diagnostik und Begleitung durch Psychiater sind klassische Leistungen der Krankenkasse.
 
3. Spezifisches Coaching
Reines Coaching zur Alltagsbewältigung gilt oft als Eigenleistung. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen:
  1. IV-Job-Coaching: Wenn es der beruflichen Eingliederung dient, zahlt die IV.
  2. Zusatzversicherungen: Einige Krankenkassen beteiligen sich über Zusatzversicherungen an präventiven oder unterstützenden Massnahmen.
  • Gibt es Unterstützung für Eltern neurodivergenter Kinder?
    • Antwort: Ja, neben Fachstellen wie elpos oder autismus schweiz bieten viele Coaches spezifische Elterntrainings an, um den Familienalltag zu entlasten.
 

Wie hilft mir ein Coaching konkret im Beruf?

  • Es hilft bei der Strukturierung von Aufgaben, dem Management von Reizüberflutung und der Überwindung von Prokrastination (Aufschieberitis).