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Sport & Bewegung

Stell dir vor, dein Gehirn ist ein überhitzter Supercomputer, auf dem 50 Tabs gleichzeitig offen sind. Du bist ständig auf Empfang, die Reize prasseln ein, und der Motor dreht im Leerlauf so hoch, dass das ganze System vibriert.

Wenn du rennst, schwere Gewichte hebst oder dich beim Sport völlig verausgabst, passiert etwas Magisches: Das Rauschen im Kopf wird leiser. Die Welt wird für einen Moment linear und ruhig oder zumindest ruhiger.

Die einzelnen Besonderheiten

  • Für das ADHS Gehirn ist Bewegung das natürliche Ritalin; der Ferrari Motor darf endlich mal Vollgas geben, ohne gegen die Wand zu fahren.
  • Für den autistischen Anteil bietet Sport die klare Struktur und den Fokus auf den eigenen Körper und weg von den verwirrenden sozialen Filtern, hin zum reinen Spüren.
  • Bei AuDHS ist es der Ort, an dem der Drang nach Reizen (Input!) und das Bedürfnis nach Ordnung (Wiederholung!) endlich Frieden schließen.
    In dem Moment, in dem der Schweiß fließt, schaltet das Flutlicht im Kopf auf Spotlight. Die Gedanken rasen nicht mehr weg, sie fließen in die Bewegung. Sport ist der Anker, der uns aus dem Wirbelsturm der Sinne herausholt und uns im Hier und Jetzt erdet.
    Du läufst nicht weg, du läufst dich frei.

Sport ist die Reset-Taste!

Was sind die Benefits von Sport?

 Der Glücksgefühl bringer 
  1. Das „Natürliche Dopamin“ (ADHS-Gold)
    Das ADHS-Gehirn hungert ständig nach Dopamin. Sport schüttet diesen Botenstoff massiv aus.

    • Der Effekt: Das typische „Unterstimulations-Gefühl“ verschwindet. Du fühlst dich danach nicht erschöpft, sondern zum ersten Mal wach und klar.
  2. Der „Sensory Reset“ (Autismus/AuDHS-Anker)
    Wenn die Welt da draussen zu laut und ungefiltert ist, bietet Sport eine kontrollierte Reizüberflutung. 

    • Der Effekt: Der Druck der Hantel oder der Rhythmus beim Laufen überschreibt das Chaos der Aussenwelt. Es wirkt wie ein Deep Pressure Touch, der das Nervensystem beruhigt und erdet.
  3. Exekutive Funktionen boosten
    Die grösste Baustelle (Planung, Starten, Priorisieren) wird durch körperliche Anstrengung gestärkt.

    • Der Effekt: Der präfrontale Kortex wird besser durchblutet. Nach dem Sport fällt es dir leichter, Aufgaben anzugehen, an denen du vorher gescheitert bist.
  4. Den „Rennwagen“ ausfahren
    Neurodivergente Menschen tragen oft eine enorme innere Energie in sich, die im Alltag „eingesperrt“ ist.

    • Der Effekt: Sport ist das Ventil. Du lässt den Dampf ab, bevor der Kessel explodiert. Das reduziert Meltdowns und inneren Stress massiv.
  5. Struktur ohne sozialen Druck
    Sportarten (vor allem Kraftsport oder Laufen) folgen klaren Regeln und körperlichen Mustern.

    • Der Effekt: Du musst keine sozialen Codes entziffern oder „maskieren“. Das gibt dem Kopf die Sicherheit und Vorhersehbarkeit, nach der er sich sehnt.

Zusammengefasst: Sport macht den Kopf nicht „leer“, sondern sortiert das Chaos.

Musik!

Stell dir vor, dein Kopf ist ein Orchester, in dem jeder Musiker ein anderes Lied spielt – gleichzeitig, ungefiltert und in ohrenbetäubender Lautstärke. Das ADHS-Chaos trifft auf die autistische Reizüberflutung, und du findest den „Aus-Knopf“ einfach nicht.

Wenn du singst, ein Instrument spielst oder dich voll in einen Rhythmus fallen lässt, passiert etwas Magisches: Die 50 offenen Tabs in deinem Kopf verschmelzen zu einer einzigen Melodie. Das Rauschen wird zum Klang.

Die einzelnen Besonderheiten

Musik ist für uns keine Unterhaltung – sie ist die ordnende Hand.
  • Für das ADHS-Gehirn ist Musik das rhythmische Geländer; die rastlosen Gedanken finden einen Takt, an dem sie sich festhalten können. Singen flutet das System mit Sauerstoff und Glückshormonen, die den Fokus sofort schärfen.
  • Für den autistischen Anteil ist Musik die Sprache ohne Worte. Hier gibt es keine versteckten sozialen Botschaften, nur Frequenzen, die dich wie eine warme Decke umhüllen und dein Nervensystem regulieren.
  • Bei AuDHS ist es der Moment, in dem die Sehnsucht nach neuer Inspiration und die Liebe zum immergleichen, perfekten Klang sich die Hand geben.
In dem Moment, in dem der erste Ton erklingt, wird aus dem Flutlicht ein Resonanzraum. Du musst nicht mehr filtern – du bist der Filter. Musik ist der Anker, der die Wellen in deinem Kopf glättet.
Du hörst nicht nur – du schwingst dich frei!

Musik befreit!

Was sind die Benefits von Musik?

Musik, Singen & Musizieren: Der Harmonizer
  1. Der „Dopamin-Rhythmus“ (ADHS-Kick)
    Musik zu machen – besonders das Meistern eines neuen Riffs oder das Singen in voller Lautstärke – flutet das Belohnungssystem.

    • Der Effekt: Die ständige Suche nach Stimulation wird gestillt. Dein Gehirn schaltet vom „Suche-Modus“ in den „Genuss-Modus“. Du fühlst dich zentriert und lebendig.
  2. Der „Auditive Schutzschild“ (Autismus/AuDHS-Filter)
    Eigene Töne und Frequenzen zu erzeugen, bietet eine kontrollierte akustische Umgebung.

    • Der Effekt: Die unvorhersehbaren Geräusche der Außenwelt werden durch die eigene Harmonie verdrängt. Es wirkt wie eine innere Klang-Massage, die das Nervensystem beruhigt und Reizüberflutung abbaut.
  3. Flow-State statt Executive Dysfunction
    Musik hat eine mathematische Struktur (Takt, Tempo), die das Gehirn sanft „mitschleift“.

    • Der Effekt: Der Rhythmus hilft dir, aus der Lähmung (ADHS-Paralyse) herauszukommen. Oft fällt es nach dem Musizieren leichter, komplexe Aufgaben anzugehen, weil das Gehirn bereits im „Takt“ ist.
  4. Die „Emotionale Entladung“
    Musik ist ein Ventil für Gefühle, die oft zu intensiv sind, um sie in Worte zu fassen.

    • Der Effekt: Anstatt dass sich die emotionale Intensität im Körper anstaut, fliesst sie über die Stimme oder das Instrument ab. Das verhindert den inneren Überdruck und beugt Meltdowns vor.
  5. Sichere Kommunikation ohne Masking
    In der Musik gibt es keine versteckten sozialen Regeln oder irritierende Mimik, die man deuten muss.

    • Der Effekt: Du kannst dich ausdrücken, ohne „sozial zu schauspielern“. Musik ist die ehrlichste Form der Verbindung, ganz ohne den Stress von Smalltalk.

Zusammengefasst: Musik macht den Kopf nicht „leise“, sondern bringt das Chaos in Einklang.

Kreativ sein!

Stell dir vor, dein Gehirn ist ein Vulkan, der ständig Ideen, Farben und Muster ausspuckt, aber es gibt keinen Schornstein, durch den der Druck entweichen kann. Alles staut sich an, bis du dich wie ein überfüllter Speicher fühlst, der kurz vor dem Absturz steht.

Wenn du malst, baust, schreibst oder etwas Neues erschaffst, passiert etwas Magisches: Das Chaos bekommt eine Form. Die Welt wird für einen Moment begreifbar.

Die einzelnen Besonderheiten

Kreativität ist für uns kein Zeitvertreib – sie ist das Überdruckventil.
  • Für das ADHS-Gehirn ist Kreativität der Spielplatz ohne Zäune; hier ist dein sprunghaftes Denken keine Schwäche, sondern die Superkraft, die Verbindungen sieht, wo andere nur Leere finden.
  • Für den autistischen Anteil ist das Erschaffen ein tiefer Hyperfokus. Das Versinken in Details, Texturen oder Farben bietet die Sicherheit und Tiefe, die der schnelle Alltag vermissen lässt.
  • Bei AuDHS ist der kreative Prozess die Brücke zwischen dem Drang nach Innovation und der meditativen Wiederholung eines Handwerks.
In dem Moment, in dem deine Hände arbeiten, verwandelt sich das Flutlicht in reine Energie. Die Gedanken rasen nicht mehr im Kreis, sie fließen direkt in dein Werk. Kreativität ist der Anker, der deine innere Welt nach außen trägt, damit sie dich innen nicht mehr erdrückt.
Du bastelst nicht nur – du erschaffst dich frei.

Kreativität - Freue & Ruhe!

Was sind die Benefits von Kreativ sein?

Kreativität & Gestalten: Das Überdruckventil
  1. Das „Schaffens-Dopamin“ (ADHS-High)
    Der Prozess des Erschaffens (etwas aus dem Nichts entstehen lassen) gibt dem Gehirn sofortiges Feedback.
    • Der Effekt: Das typische Gefühl von Langeweile oder innerer Leere wird durch produktive Neugier ersetzt. Du bist im Hyperfokus und fühlst dich endlich „effizient“.
  2. Der „Haptische Anker“ (Autismus/AuDHS-Erdung)
    Die Arbeit mit Materialien – Ton, Farbe, Holz oder Stoff – liefert wertvollen taktilen Input.
    • Der Effekt: Das Spüren der Texturen wirkt wie ein Anker im Hier und Jetzt. Es reduziert das „Abdriften“ in den Kopf und bringt dich zurück in die Realität deiner Hände.
  3. Problemlösung durch „Out-of-the-box“-Denken
    Kreativität trainiert das Gehirn darin, Verbindungen zwischen weit entfernten Punkten zu knüpfen.
    • Der Effekt: Was im Alltag oft als „sprunghaft“ kritisiert wird, wird hier zur Stärke. Das stärkt dein Selbstvertrauen und hilft dir, auch im echten Leben kreative Lösungen für deine Blockaden zu finden.
  4. Das „Visuelle Ventil“
    Kreatives Gestalten bringt das Chaos von innen nach aussen.
    • Der Effekt: Sobald das Chaos auf dem Papier oder im Werkstück ist, muss es nicht mehr in deinem Kopf getragen werden. Es befreit deine mentale Kapazität und senkt den inneren Stresspegel.
  5. Kontrolle über die eigene Welt
    Beim Gestalten bestimmst du die Regeln, die Farben und die Ordnung.
    • Der Effekt: In einer Welt, die sich oft unkontrollierbar anfühlt, bietet das kreative Werk einen Safe Space. Diese Vorhersehbarkeit gibt dem neurodivergenten Gehirn die nötige Sicherheit zum Entspannen.
Zusammengefasst: Musik und Kreativität sind keine Hobbys – sie sind Überlebensstrategien, die dein Gehirn sortieren.

Klarer Fokus hilft!

Stärken - stärken

und Jetzt?

Eines der wichtigsten Punkte:

sich selber akzeptieren

Radikale Akzeptanz (Das Mindset) Hör auf, ein „normales“ Gehirn simulieren zu wollen. Akzeptanz bedeutet zu verstehen: „Mein Gehirn funktioniert mit Dopamin-Antrieb, nicht mit Wichtigkeit.“ Akzeptanz löst nicht automatisch die Probleme aber es hilft dir nach Lösungen zu suchen. Der Benefit: Sobald du akzeptierst, dass du für manche Dinge (wie Steuererklärungen) Hilfe brauchst, setzt du Energie frei für das, was du liebst.

Und weiter?

Die Struktur

im Alltag

Strategisches Umfeld-Design (Die Struktur) Da die interne Struktur oft fehlt, musst du sie im Aussen schaffen. Das Gehirn braucht „Leitplanken“. Konkret: Nutze Tools, die dein visuelles Denken unterstützen. Arbeite mit Trello für visuelles Projektmanagement oder der Pomodoro-Technik, um den Hyperfokus in gesunde Bahnen zu lenken. Gestalte deinen Arbeitsplatz reizarm, damit dein Fokus nicht bei jeder Fliege abhaut.

Wie gehts zur Umsetzung?

Durch einfache Schritte im Coaching

Durchstarten!

Gezieltes Coaching & Tools (Die Feinjustierung) ADHS lässt sich nicht „wegtherapieren“, aber man kann das „Handwerkzeug“ lernen. Coaching: Ein spezialisierter ADHS-Coach hilft dir, deine individuellen Trigger zu finden. Bio-Hacking & Medikation: Ob durch Sport, Ernährung oder (nach ärztlicher Absprache) Medikation – es geht darum, den Dopaminspiegel so zu regulieren, dass du der Pilot deines Flugzeugs bleibst und nicht nur Passagier deiner Impulse bist. Oft weiss man was zu tun ist - nur nicht ganz wie anpaken. Dabei unterstütze ich dich gerne!

Der 3 Schritte Plan

Vom Chaos zur Kompetenz
1
2
3

Eines Tages oder Tag 1

Du hast es in der Hand

0

Tage im Jahr

0

Stunden am Tag

0

Tage die Woche

0

Der es macht - DU!

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Got a question?

Häufig gestellte Fragen

Das können wir frei entscheiden! Wenn du das anfangs lieber Online machst – kein Problem. Oder doch lieber gemütlich bei dir zu Hause – auch das ist möglich. Oder du möchtest das ganze bei mir im Studio angehen, eventuell mit einem lockeren Spaziergang? Natürlich ist auch das möglich 😀

Im Prinzip für jeden, der Unterstützung haben möchte. Egal ob Kinder oder die Eltern der Kinder, Junge Erwachsene oder auch Erwachsene selbst.

Oft ist es so, dass man immense Wartezeiten für einen Therapietermin/ Platz hat. 

  • Therapie (Heilung): Konzentriert sich auf die Vergangenheit und psychische Erkrankungen. Das Ziel ist es, Blockaden zu lösen, Traumata aufzuarbeiten und die klinischen Symptome von ADHS, AuDHS, Autismus (wie Depressionen oder Angstzustände) zu lindern. Sie wird oft von der Krankenkasse übernommen.
  • Coaching (Handeln): Konzentriert sich auf die Gegenwart und Zukunft. Es ist eine lösungsorientierte Begleitung, um den Alltag mit ADHS, AuDHS, Autismus zu meistern. Hier geht es um konkrete Strategien, Zeitmanagement und Organisation. Coaching ist meist eine Eigenleistung und keine Heilbehandlung.
Kurz: Therapie repariert das Fundament, Coaching baut das Haus und optimiert die Abläufe.
Die Diagnose einer Neurodivergenz wirft oft Fragen zur Finanzierung auf. In der Schweiz ist die Kostenübernahme zwischen der Invalidenversicherung (IV) und der Krankenkasse (KV) klar aufgeteilt. Hier finden Sie die Übersicht für die verschiedenen Fachbereiche:
 
1. Invalidenversicherung (IV): Fokus auf Entwicklung und Erwerb.
Die IV ist primär zuständig, wenn es um die Ausbildung, die Erwerbsfähigkeit oder die Unterstützung bei Geburtsgebrechen geht.
  • ADHS & ADS: Wenn die Diagnose vor dem 9. Lebensjahr gestellt wird, anerkennt die IV dies als Geburtsgebrechen (Ziffer 404). Sie übernimmt bis zum 20. Lebensjahr die Kosten für medizinische Massnahmen und notwendige Therapien.
  • Autismus & AuDHS (Autismus-Spektrum-Störung): Autismus gilt ebenfalls als Geburtsgebrechen (Ziffer 405). Die IV finanziert hier oft umfassende Unterstützung zur sozialen Integration und speziellen Förderung.
  • Für Erwachsene: Die IV unterstützt auch nach dem 20. Lebensjahr, sofern die Erwerbsfähigkeit bedroht ist. Dies umfasst Job-Coaching, berufliche Umplatzierungen oder Integrationsmassnahmen, um im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen oder zu bleiben.
  • Entlastung für Familien: Bei Kindern mit hohem Betreuungsaufwand können Hilflosenentschädigung und Assistenzbeiträge bei der IV beantragt werden.
 
2. Krankenkasse (KV): Fokus auf medizinische Behandlung
Sobald die Zuständigkeit der IV endet (meist ab dem 20. Lebensjahr) oder wenn eine Diagnose erst im Erwachsenenalter erfolgt, übernimmt die Grundversicherung:
  • Psychotherapie: Seit der Einführung des Anordnungsmodells werden Therapien bei psychologischen Psychotherapeuten (auf ärztliche Anordnung) von der Grundversicherung bezahlt.
  • Medikamente: Die Kosten für offiziell zugelassene Medikamente (z. B. bei ADHS) werden gemäss Spezialitätenliste übernommen.
  • Ärztliche Leistungen: Diagnostik und Begleitung durch Psychiater sind klassische Leistungen der Krankenkasse.
 
3. Spezifisches Coaching
Reines Coaching zur Alltagsbewältigung gilt oft als Eigenleistung. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen:
  1. IV-Job-Coaching: Wenn es der beruflichen Eingliederung dient, zahlt die IV.
  2. Zusatzversicherungen: Einige Krankenkassen beteiligen sich über Zusatzversicherungen an präventiven oder unterstützenden Massnahmen.
  • Gibt es Unterstützung für Eltern neurodivergenter Kinder?
    • Antwort: Ja, neben Fachstellen wie elpos oder autismus schweiz bieten viele Coaches spezifische Elterntrainings an, um den Familienalltag zu entlasten.
 

Wie hilft mir ein Coaching konkret im Beruf?

  • Es hilft bei der Strukturierung von Aufgaben, dem Management von Reizüberflutung und der Überwindung von Prokrastination (Aufschieberitis).