Ich möchte Heute der sein, den ich damals gebraucht hätte...
by Aaron Nufer
Hallo - ich bin Aaron, dein Coach
Mit nun 34 Jahren und einem begeisterungsfähigen Gemüt mache ich allerhand Dinge gerne wie zum Beispiel Fotografie & Videos, Boxen, in der Natur sein und natürlich auch geniessen.
Vielleicht hast du dich schon gefragt, warum mein Coaching-Studio wie ein Foto-Studio aussieht... Hier findest du die Antwort:
Eigentlich möchte ich dich gar nicht von hier weglocken. Viel lieber möchte ich dir zeigen, was mich antreibt und dir einen Einblick in mein ganz persönliches "Warum" geben...
Mein Weg mit ADHS und autistischen Zügen..
Schulzeit: "In permanentem Alarmzustand"
Wo fange ich an? Für mich war die Schule kein Ort zum Lernen, sondern ein Ort zum Überleben. Ich war dieses Kind, das in jeder Sekunde alles falsch gemacht hat – ohne jemals zu begreifen, warum. Ich war einfach nur „da“, aber für die Welt war ich „anders“.
Kennst du das wenn du etwas liest und die Informationen gefühlt an deinem Kopf vorbeigehen- also so wirklich alles neben dir durchgeht und NICHTS hängenbleibt? Egal wie sehr ich mich bemühte. Wo andere 10 Minuten was durchgelesen haben, habe ich 6 Stunden geübt und trotzdem eine schlechte Note erzielt. Das gibt Frust und auch das Energie-Level und die Freude daran nehmen so ständig ab. Wenn die Erfolge ausbleiben resigniert der Mensch und fängt an, sich allem zu Widersetzen. So hatte ich wenigstens das Gefühl ich habe die Macht quasi das ganze mit "Absicht zu verkacken".
Ich habe mich jeden Abend im Bett gefragt, ob alle anderen auch so unsagbar viel Kraft für einen ganz normalen Dienstag brauchen wie ich. Ob ihr Kopf auch so laut ist...
Ein Unfall der alles erschwerte...
Als ich 7 Jahre jung war, wurde ich an einem Fussgängerstreifen in unserem Dorf mit voller Wucht angefahren. Ich hatte unfassbares Glück im Unglück - ich überlebte! Knapp an einer Hirnblutung vorbei. Als ich aufwachte im Spital standen etwa 10 Ärzte und Krankenschwestern um mein Bett und sagten mir: "Du hasst einen richtigen Schutzengel gehabt!"
Wochen vergingen und ich startete wieder mit reden, schreiben und bewegen. Doch nun hatte ich zu meinem verwirrten & zappligen Chaos-Kopf noch täglich extrem starke Kopfschmerzen. Ein "Bürzelbaum" machen - undenkbar! Ich musste mich gleich übergeben oder hatte Migräneanfälle. Eine Autofahrt mit meiner Familie - mir wurde dabei so schlecht, dass ich regelmässig mich übergeben hatte..
Das schlimme daran war für mich: Ich war so Energiegeladen und konnte diese nicht wirklich rauslassen... Ich war geschwächt oder besser gesagt fragil von Kopf bis Fuss...
Als Teenager...
Naja.. ich glaube als Teenager fand ich mich in der "Clown-Rolle" perfekt wieder. Durch mein auffälliges Verhalten und die Unfähigkeit aufzuhören, wenn es genug war, wurde ich in der Gruppe zum perfekten Mobbing-Opfer. Aus der Sicht eines Erwachsenen verstehe ich das heute – aber für den Teenager in mir, der sich selbst erst finden musste, natürlich nicht.
Auch in dieser Zeit blieb ich von den Kopfschmerzen und den körperlichen Fragilität nicht verschont. Das verhalf mir natürlich nicht unbedingt aus der Mobbing-Rolle.
Ich will hier kein Mitleid. Ich verstehe heute, wie nervtötend es ist, wenn ein Kind/ Teenager ständig aus der Reihe tanzt und scheinbar nie zuhört. Aber damals? Damals war mein Alltag ein einziger Alarmzustand. Man sagt schnell: „Reiss dich zusammen!“ Aber ich verspreche dir: Das ist keine Ausrede.
Nun war ich körperlich ein ganzes Stück gewachsen und entdeckte mein Talent andere zum Lachen zu bringen. Endlich fand ich so meinen Platz in der Gruppe. Das Mobbing verschwand – aber die Narben blieben tief unter der Oberfläche. Sie sind heute der Ursprung meines unerschütterlichen Gerechtigkeitssinns!
Auf dem Weg zum Erwachsenen...
Meine Junge erwachsenen-Zeit war geprägt von vielen Arztterminen. Ich habe einige Operationen am ganzen Körper hinter mir - hauptsächlich vom meinem Unfall als Kind. Das war für mich jedes mal wie ein Hammerschlag ins Gesicht! Warum? Als früheres Mobbing-Opfer wollte ich nie mehr zurück dahin und mich schwach fühlen sondern für mich einstehen. Also trainierte ich und machte Kampfsport. Nicht aus Aggressivität sondern um meine Energie loszuwerden, mein Chaos abzuladen und das Selbstbewusstsein aufzubauen. Und dann - jede Operation schlug mich wieder auf den Anfang zurück!
Dafür habe ich etwas neues gelernt. Etwas ganz wichtiges, was zum meinem Grundstein für mein Leben wurde. Keine AUSREDEN mehr! Egal wie oft du fällst - steh wieder auf. Meine Disziplin wurde geboren. Ich ging raus aus der Opfer-Rolle und fing an zu leben. Klingt erstmal komisch aber ich fühlte mich so viel freier!
Der Wechsel vom Automechaniker zum Verkaufsprofi im Aussendienst änderte alles. Auf einmal wurde meine Andersartigkeit nicht nur akzeptiert, sondern war ausdrücklich erwünscht! Ich erhielt echte Anerkennung im Team und bei meinen Kunden. Meine Empathie und mein tiefes Verständnis für Menschen fanden plötzlich Anklang. Ich fühlte mich wie neu geboren und fing an, richtig aufzublühen.
Mit diesem neuen Selbstvertrauen und der klaren Entscheidung, keine Ausreden mehr zuzulassen, fand ich mich als Erwachsener immer besser zurecht. Da mich Menschen und ihr Verhalten schon immer fasziniert haben, fing ich an, intensiv an mir selbst zu arbeiten – und an der Art, wie ich auf andere zugehe...
Was hat mir geholfen, damit umzugehen...
Zuerst kommt das Verstehen: Warum reagiere ich so? Warum fühlt sich die Welt oft so anders an? Wissen ist Erleichterung & Akzeptanz ist Freiheit. Erst wenn wir verstehen, warum wir anders ticken, finden wir Wege, die wirklich zu uns passen. So schaffen wir die Basis für ein erfülltes Leben und verwandeln unsere Besonderheiten in echte Superkräfte!
Wissen ist der erste Schritt, aber Handeln der entscheidende. Es bringt nichts, sich hinter einer Diagnose zu verstecken. Wenn du begreifst, warum du an bestimmten Stellen scheiterst, kannst du endlich aktiv werden. Wir reden hier nicht von netten Herausforderungen, sondern von echten Problemen. Doch statt zu kapitulieren, nutzen wir clevere Strategien, denn das macht den Alltag am Ende um Welten leichter.
Gönn deinem System die nötige Ruhe. Wir neigen dazu, Pausen zu übergehen, weil wir im Tunnel sind oder Angst haben, nicht fertig zu werden. Aber ohne diese Unterbrechungen lädt sich dein Nervensystem immer weiter auf. Pausen helfen dir, dein inneres Gleichgewicht zu halten und unkontrollierte Emotions-Ausbrüche weitgehend abzufangen.
Ebenfalls wichtig: Klare Regeln geben Halt. Dazu gehört auch die Kunst, Grenzen zu setzen und die der anderen zu wahren! Es ist ein Lernprozess, die eigenen Stopp-Schilder ernst zu nehmen und die der anderen nicht zu übersehen.
Niemand will nur Dinge tun, die keinen Spass machen – aber sie gehören nun mal zum Spiel dazu. Wir haben immer die Wahl: Aufschieben, es mit Frust zu machen oder gar mit einem lächeln und zu sagen je eher ich damit fertig bin, desto früher kann ich wieder die Dinge machen die mir Spass machen! Denn gemacht werden müssen sie ja sowieso. Gelingt mir das immer? Auf keinen Fall - ich bin ja Menschen und kein Roboter!
Warum ich das mache?
Ich blicke zurück auf das Kind, das ich war – und ich verstehe heute jeden Schmerz, jede Angst und jedes „zu viel sein“. Deshalb möchte ich heute genau der Mensch für andere sein, den ich damals so dringend gebraucht hätte…
Du bist nicht alleine!
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Der es macht - DU!
Häufig gestellte Fragen
Wo finden die Gespräche / Coaching statt?
Das können wir frei entscheiden! Wenn du das anfangs lieber Online machst – kein Problem. Oder doch lieber gemütlich bei dir zu Hause – auch das ist möglich. Oder du möchtest das ganze bei mir im Studio angehen, eventuell mit einem lockeren Spaziergang? Natürlich ist auch das möglich 😀
Für wen ist das Coaching gedacht?
Im Prinzip für jeden, der Unterstützung haben möchte. Egal ob Kinder oder die Eltern der Kinder, Junge Erwachsene oder auch Erwachsene selbst.
Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Therapie?
Oft ist es so, dass man immense Wartezeiten für einen Therapietermin/ Platz hat.
- Therapie (Heilung): Konzentriert sich auf die Vergangenheit und psychische Erkrankungen. Das Ziel ist es, Blockaden zu lösen, Traumata aufzuarbeiten und die klinischen Symptome von ADHS, AuDHS, Autismus (wie Depressionen oder Angstzustände) zu lindern. Sie wird oft von der Krankenkasse übernommen.
- Coaching (Handeln): Konzentriert sich auf die Gegenwart und Zukunft. Es ist eine lösungsorientierte Begleitung, um den Alltag mit ADHS, AuDHS, Autismus zu meistern. Hier geht es um konkrete Strategien, Zeitmanagement und Organisation. Coaching ist meist eine Eigenleistung und keine Heilbehandlung.
Finanzierung & Unterstützung bei ADHS, ADS, Autismus und AuDHS in der Schweiz
- ADHS & ADS: Wenn die Diagnose vor dem 9. Lebensjahr gestellt wird, anerkennt die IV dies als Geburtsgebrechen (Ziffer 404). Sie übernimmt bis zum 20. Lebensjahr die Kosten für medizinische Massnahmen und notwendige Therapien.
- Autismus & AuDHS (Autismus-Spektrum-Störung): Autismus gilt ebenfalls als Geburtsgebrechen (Ziffer 405). Die IV finanziert hier oft umfassende Unterstützung zur sozialen Integration und speziellen Förderung.
- Für Erwachsene: Die IV unterstützt auch nach dem 20. Lebensjahr, sofern die Erwerbsfähigkeit bedroht ist. Dies umfasst Job-Coaching, berufliche Umplatzierungen oder Integrationsmassnahmen, um im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen oder zu bleiben.
- Entlastung für Familien: Bei Kindern mit hohem Betreuungsaufwand können Hilflosenentschädigung und Assistenzbeiträge bei der IV beantragt werden.
- Psychotherapie: Seit der Einführung des Anordnungsmodells werden Therapien bei psychologischen Psychotherapeuten (auf ärztliche Anordnung) von der Grundversicherung bezahlt.
- Medikamente: Die Kosten für offiziell zugelassene Medikamente (z. B. bei ADHS) werden gemäss Spezialitätenliste übernommen.
- Ärztliche Leistungen: Diagnostik und Begleitung durch Psychiater sind klassische Leistungen der Krankenkasse.
- IV-Job-Coaching: Wenn es der beruflichen Eingliederung dient, zahlt die IV.
- Zusatzversicherungen: Einige Krankenkassen beteiligen sich über Zusatzversicherungen an präventiven oder unterstützenden Massnahmen.
- Gibt es Unterstützung für Eltern neurodivergenter Kinder?
- Antwort: Ja, neben Fachstellen wie elpos oder autismus schweiz bieten viele Coaches spezifische Elterntrainings an, um den Familienalltag zu entlasten.
Alltag & Coaching
Wie hilft mir ein Coaching konkret im Beruf?
- Es hilft bei der Strukturierung von Aufgaben, dem Management von Reizüberflutung und der Überwindung von Prokrastination (Aufschieberitis).