Flexible Routinen (Der „Rahmen mit Freiheit“)
Erstelle feste Zeitblöcke für deine Grundbedürfnisse (Essen, Schlaf), aber lass die Inhalte darin völlig offen und spontan.
- Der Effekt: Du gibst dem autistischen Teil die nötige Sicherheit durch den Zeitrahmen, während der ADHS-Teil die Freiheit hat, im Moment zu entscheiden, worauf er gerade Lust hat.
Sensorisches Budget-Management
Plane nach jedem sozialen „High“ (ADHS-Aktion) eine radikale Ruhephase (Autismus-Reset) fest ein – ohne Ausnahme.
- Der Effekt: Du verhinderst den Crash. Du erlaubst dir die Jagd nach Dopamin, sorgst aber proaktiv dafür, dass der sensorische Tank wieder aufgefüllt wird, bevor das System kollabiert.
Externe Ordnungshilfen ohne Zwang
Nutze Tools, die visuell ansprechend (für ADHS) aber extrem logisch strukturiert (für Autismus) sind, wie z.B. digitale Boards oder farbige Leitsysteme.
- Der Effekt: Die Ordnung wird nicht als Einengung erlebt, sondern als Spielwiese. Du reduzierst die kognitive Last, weil du nicht ständig neu entscheiden musst, wie du das Chaos sortierst.
Radikale Erlaubnis zum „Anderssein“
Hör auf, die beiden Anteile gegeneinander auszuspielen. Akzeptiere, dass du an manchen Tagen der Macher bist und an anderen der Rückzügler.
- Der Effekt: Der innere Druck sinkt massiv. Wenn du aufhörst, dich für deine Widersprüche zu schämen, gewinnst du die Energie zurück, die du für dein Leben in dieser Intensität brauchst.
Zusammengefasst: AuDHS macht den Kopf nicht „kaputt“, sondern macht ihn zu einem Orchester, das erst noch seinen Dirigenten finden muss.