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Negativer Hyperfokus

Der Hyperfokus ist eigentlich deine Superkraft – die Fähigkeit, in eine Sache komplett einzutauchen. Doch diese Medaille hat eine dunkle Seite. Wenn dein Gehirn keine positive Begeisterung findet, krallt es sich manchmal mit derselben Intensität an Schmerz, Angst oder Ablehnung.

Der negative Hyperfokus ist keine Entscheidung, sondern eine biologische Geiselnahme.

Gefangen im Tunnel: Wenn der Fokus zur Falle wird...
Ein GANZ WICHTIGES Thema, dass oft vergessen geht!

Stell dir vor,

du bist ein Paradisvogel...

Dein Leben ist Weite, Licht und Farbe. Du fliegst höher als alle anderen, weil dein Geist keine Grenzen kennt. Doch plötzlich entdeckst du unter dir ein riesiges Labyrinth aus Spiegeln, das im grauen Nebel liegt. Ein falsches Wort eines Freundes, ein kritischer Blick im Job oder ein eigener kleiner Fehler – das ist der erste Funke in einem dieser Spiegel. Eigentlich wolltest du nur kurz verstehen, was da passiert ist. Doch in dem Moment, in dem dein Blick die spiegelnde Fläche berührt, schnappt die Falle zu:

Dein Fokus

klemmt fest...

Du kannst den Kopf nicht mehr heben. Der blaue Himmel verschwindet hinter grauen Wänden. Überall, wo du hinsiehst, erblickst du nur noch verzerrte Bilder deines eigenen Fehlers. Die Spiegel werfen dir deine Zweifel in Endlosschleife entgegen. Sie flüstern dir mit deiner eigenen Stimme zu: „Siehst du? Das bist du. Nur dieses Zerrbild ist die Wahrheit.“ Und du glaubst es, weil dein Gehirn alles andere ausgeblendet hat. Du läufst im Kreis, suchst den Ausgang, aber jeder Gedanke führt dich nur tiefer hinein.

Die Rückkehr

zum Licht...

Du bist erschöpft vom Kreisen, vom Suchen, vom Starren auf die dunklen Echos. Doch dann passiert etwas: Ein winziger Riss entsteht in der grauen Wand. Vielleicht ist es ein tiefer Atemzug, ein Glas kaltes Wasser oder die warme Hand eines Menschen, die dich berührt. In diesem Moment reisst du den Blick gewaltsam von den Spiegeln los. Du schaust nicht mehr auf die Zerrbilder, sondern nach oben. Und da ist er wieder: Der unendliche, blaue Himmel. Mit einem kräftigen Schlag deiner bunten Flügel stösst du dich vom Boden ab. Je höher du fliegst, desto kleiner wird das Labyrinth unter dir. Von hier oben siehst du, dass die Spiegel nur eine winzige Insel in einem riesigen Ozean aus Möglichkeiten waren. Und endlich - Der Nebel verzieht sich...

Was du mitnimmst

Du fliegst nicht einfach nur weg – du fliegst weiser weiter. Die neue Stärke: Du weisst jetzt, dass dein Fokus eine gewaltige Kraft ist. Du hast gelernt, den Sog zu erkennen, bevor er dich ganz verschlingt. Die Selbstliebe: Du betrachtest deine Federn und verstehst: Ein bisschen Nebel kann dein Leuchten nicht löschen. Er hat dich nur kurz vergessen lassen, wer du wirklich bist. Der Weitblick: Dein Paradiesvogel-Herz schlägt nun ruhiger. Du weisst, dass das Labyrinth da unten existiert, aber du weisst auch, dass du die Flügel hast, um jederzeit wieder aufzusteigen. Das Fazit: Der Ausbruch beginnt in dem Moment, in dem du akzeptierst, dass du nicht das Zerrbild im Spiegel bist. Du bist derjenige, der die Kraft hat, den Blick zu heben. Atme tief durch. Der Himmel gehört dir...

Warum wir nicht „einfach aufhören“ können

Die biologische Mechanik: 
  1. Die Dopamin-Falle:
    Dein neurodivergentes Gehirn braucht ständig Reize (Dopamin), um „wach“ zu bleiben. Findet es keine Freude, nimmt es das nächststärkere Signal: Stress. Negative Gedanken erzeugen eine enorme elektrische Aktivität im Gehirn. Dein Kopf „füttert“ sich paradoxerweise mit dem Schmerz, um nicht im Leerlauf zu landen.
  2. Der defekte Aus-Schalter (Exekutive Dysfunktion):
    Während andere Menschen einen Gedanken beiseitelegen können, fehlt dir in diesem Moment die neuronale Bremse. Dein Gehirn schaltet auf Dauerschleife. Du sezierst eine Situation 1000-mal, in der Hoffnung, eine Lösung zu finden – doch du findest nur neuen Schmerz.
  3. Die körperliche Alarmstufe (RSD):
    Besonders bei (vermeintlicher) Ablehnung schaltet dein Nervensystem auf Überlebenskampf. Die Amygdala (dein Alarmzentrum) feuert, als ginge es um Leben und Tod. Das verengt dein Sichtfeld massiv – du bekommst einen emotionalen Tunnelblick.
 
Der Effekt: Die totale Erschöpfung
In diesem Zustand bist du blind für Fakten. Du vergisst zu essen, zu schlafen und nimmst die Umwelt kaum noch wahr. Dieser „Gedanken-Marathon“ verbraucht so viel Energie, dass du nach einem solchen Schub oft tagelang emotional leer und körperlich krank bist.
 

 
Den falschen Spiegel durchbrechen: Die Strategie
Man kommt nicht aus dem negativen Hyperfokus, indem man mit ihm diskutiert. Man muss das System physisch unterbrechen.
  • Der Schock-Impuls: Dein Gehirn braucht einen stärkeren Reiz als den Gedanken. Eiskaltes Wasser im Gesicht, laute Musik oder eine extreme körperliche Anstrengung wirken wie ein „Reset-Knopf“.
  • Radikale Akzeptanz der Biologie: Sag dir: „Ich bin gerade chemisch gefangen. Das ist kein Fakt, das ist ein hängengebliebener Prozess in meinem Kopf.“
  • Ortswechsel: Dein Gehirn verknüpft Zustände mit dem Raum. Verlasse sofort das Zimmer, in dem der Sog begonnen hat.
Das Fazit:
Negativer Hyperfokus ist kein Charakterfehler. Er ist ein falsch eingestellter Scheinwerfer, der gerade das dunkelste Eck beleuchtet. Erinnere dich daran: Nur weil du gerade nichts anderes siehst, bedeutet das nicht, dass dein Leuchten verschwunden ist.

Negativ. Fokus. Du

Ganz Wichtig!

Die Logik des Ausbruchs:
In der Falle des negativen Hyperfokus ist das Gehirn chemisch nicht in der Lage, objektive Lösungen zu finden. Jedes weitere Nachdenken füttert in diesem Moment nur das Zerrbild.
Die Priorität liegt jetzt nicht auf der Lösung des Problems, sondern auf der Unterbrechung des Zustands. Es geht darum, das System so lange mechanisch zu stören, bis der biologische Tunnelblick aufbricht. Die echte Klarheit kehrt erst zurück, wenn der hormonelle Nebel sich verzogen hat. Erst dann ist der Verstand wieder ein verlässlicher Partner!

Mögliche Herangehensweise:

Raus aus dem Spiegelkabinett: Dein Notfall-Plan
Wenn der negative Hyperfokus zuschlägt, hilft kein Nachdenken. Dein Gehirn ist in einer Endlosschleife gefangen. Du brauchst jetzt keine Logik, sondern eine Unterbrechung des Systems.
 
1. Der körperliche „System-Neustart“
Dein Kopf ist heissgelaufen, also kühl deinen Körper ab.
  • Die Idee: Halte deine Unterarme für 30 Sekunden unter eiskaltes Wasser oder leg dir einen kalten Lappen in den Nacken.
  • Warum das wirkt: Der Kältereiz ist „lauter“ als dein Gedanke. Er zwingt dein Nervensystem, den Fokus vom inneren Schmerz auf den äusseren Reiz zu lenken. Es ist wie ein kurzer Stromschlag, der die hängengebliebene Platte stoppt.
 
2. Den Raum der Echos verlassen
Dein Gehirn verknüpft Gefühle mit dem Ort, an dem du bist. Wenn du am Schreibtisch in den Sog geraten bist, wird dieser Ort zum Teil des Problems.
  • Die Idee: Steh sofort auf. Geh in einen anderen Raum, auf den Balkon oder einmal um den Block.
  • Warum das wirkt: Ein Tapetenwechsel zwingt deine Augen, neue Dinge zu fixieren. Neue Bilder bedeuten neue Impulse – der Tunnelblick wird physisch aufgebrochen.
 
3. Die „Vierte Wand“ durchbrechen
Im negativen Fokus bist du der Hauptdarsteller in einem furchtbaren Film. Du musst zum Zuschauer werden.
  • Die Idee: Beschreibe laut im Raum, was du gerade siehst. „Da steht eine blaue Tasse. Das Licht ist gelb. Ich höre ein Auto.“
  • Warum das wirkt: Diese Technik (man nennt sie Erdung) holt dich aus der Vergangenheit oder Zukunft zurück ins Hier und Jetzt. Du verlässt die Welt der Spiegel und kehrst zurück in die echte Welt.
 
4. Den „Lärm“ verändern
Oft füttern wir den negativen Fokus mit Stille oder trauriger Musik.
  • Die Idee: Mach ein Hörbuch an, einen Podcast oder ein völlig anderes, komplexes Video. Etwas, das deine volle Aufmerksamkeit beim Zuhören erfordert.
  • Warum das wirkt: Du besetzt die „Sendeplätze“ in deinem Kopf mit neuen Informationen. Wenn jemand anderes in deinem Ohr spricht, hat deine eigene dunkle Stimme weniger Platz zum Echo.

Naja, dennoch ist alles sooo Anstrendend!

Das blöde ist, dass wir mittlerweile in einer absoluten Leistungsgesellschaft leben, wo anders sein oder Müde, kaputt, gestresst, überfordert und vieles mehr einfach nicht geduldet wird.

Mich persönlich macht das sehr traurig und ich verstehe nicht, wie ein so grosser Teil der Bevölkerung, ihre absolute Schmerzgrenze tagtäglich überschreiten muss -um genug zu sein oder sogar einfach nur dem Standard zu entsprechen...!

Meine Hauptmotivation: Ich möchte Menschen helfen und sie in ihrer Tagesstruktur und im Alltag unterstützen, weil ich die Herausforderungen kenne und verstehe!

Klarer Fokus hilft!

Stärken - stärken

und Jetzt?

Eines der wichtigsten Punkte:

sich selber akzeptieren

Radikale Akzeptanz (Das Mindset) Hör auf, ein „normales“ Gehirn simulieren zu wollen. Akzeptanz bedeutet zu verstehen: „Mein Gehirn funktioniert mit Dopamin-Antrieb, nicht mit Wichtigkeit.“ Akzeptanz löst nicht automatisch die Probleme aber es hilft dir nach Lösungen zu suchen. Der Benefit: Sobald du akzeptierst, dass du für manche Dinge (wie Steuererklärungen) Hilfe brauchst, setzt du Energie frei für das, was du liebst.

Und weiter?

Die Struktur

im Alltag

Strategisches Umfeld-Design (Die Struktur) Da die interne Struktur oft fehlt, musst du sie im Aussen schaffen. Das Gehirn braucht „Leitplanken“. Konkret: Nutze Tools, die dein visuelles Denken unterstützen. Arbeite mit Trello für visuelles Projektmanagement oder der Pomodoro-Technik, um den Hyperfokus in gesunde Bahnen zu lenken. Gestalte deinen Arbeitsplatz reizarm, damit dein Fokus nicht bei jeder Fliege abhaut.

Wie gehts zur Umsetzung?

Durch einfache Schritte im Coaching

Durchstarten!

Gezieltes Coaching & Tools (Die Feinjustierung) ADHS lässt sich nicht „wegtherapieren“, aber man kann das „Handwerkzeug“ lernen. Coaching: Ein spezialisierter ADHS-Coach hilft dir, deine individuellen Trigger zu finden. Bio-Hacking & Medikation: Ob durch Sport, Ernährung oder (nach ärztlicher Absprache) Medikation – es geht darum, den Dopaminspiegel so zu regulieren, dass du der Pilot deines Flugzeugs bleibst und nicht nur Passagier deiner Impulse bist. Oft weiss man was zu tun ist - nur nicht ganz wie anpaken. Dabei unterstütze ich dich gerne!

Der 3 Schritte Plan

Vom Chaos zur Kompetenz
1
2
3

Eines Tages oder Tag 1

Du hast es in der Hand

0

Tage im Jahr

0

Stunden am Tag

0

Tage die Woche

0

Der es macht - DU!

Häufig gestellte Fragen

Das können wir frei entscheiden! Wenn du das anfangs lieber Online machst – kein Problem. Oder doch lieber gemütlich bei dir zu Hause – auch das ist möglich. Oder du möchtest das ganze bei mir im Studio angehen, eventuell mit einem lockeren Spaziergang? Natürlich ist auch das möglich 😀

Im Prinzip für jeden, der Unterstützung haben möchte. Egal ob Kinder oder die Eltern der Kinder, Junge Erwachsene oder auch Erwachsene selbst.

Oft ist es so, dass man immense Wartezeiten für einen Therapietermin/ Platz hat. 

  • Therapie (Heilung): Konzentriert sich auf die Vergangenheit und psychische Erkrankungen. Das Ziel ist es, Blockaden zu lösen, Traumata aufzuarbeiten und die klinischen Symptome von ADHS, AuDHS, Autismus (wie Depressionen oder Angstzustände) zu lindern. Sie wird oft von der Krankenkasse übernommen.
  • Coaching (Handeln): Konzentriert sich auf die Gegenwart und Zukunft. Es ist eine lösungsorientierte Begleitung, um den Alltag mit ADHS, AuDHS, Autismus zu meistern. Hier geht es um konkrete Strategien, Zeitmanagement und Organisation. Coaching ist meist eine Eigenleistung und keine Heilbehandlung.
Kurz: Therapie repariert das Fundament, Coaching baut das Haus und optimiert die Abläufe.
Die Diagnose einer Neurodivergenz wirft oft Fragen zur Finanzierung auf. In der Schweiz ist die Kostenübernahme zwischen der Invalidenversicherung (IV) und der Krankenkasse (KV) klar aufgeteilt. Hier finden Sie die Übersicht für die verschiedenen Fachbereiche:
 
1. Invalidenversicherung (IV): Fokus auf Entwicklung und Erwerb.
Die IV ist primär zuständig, wenn es um die Ausbildung, die Erwerbsfähigkeit oder die Unterstützung bei Geburtsgebrechen geht.
  • ADHS & ADS: Wenn die Diagnose vor dem 9. Lebensjahr gestellt wird, anerkennt die IV dies als Geburtsgebrechen (Ziffer 404). Sie übernimmt bis zum 20. Lebensjahr die Kosten für medizinische Massnahmen und notwendige Therapien.
  • Autismus & AuDHS (Autismus-Spektrum-Störung): Autismus gilt ebenfalls als Geburtsgebrechen (Ziffer 405). Die IV finanziert hier oft umfassende Unterstützung zur sozialen Integration und speziellen Förderung.
  • Für Erwachsene: Die IV unterstützt auch nach dem 20. Lebensjahr, sofern die Erwerbsfähigkeit bedroht ist. Dies umfasst Job-Coaching, berufliche Umplatzierungen oder Integrationsmassnahmen, um im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen oder zu bleiben.
  • Entlastung für Familien: Bei Kindern mit hohem Betreuungsaufwand können Hilflosenentschädigung und Assistenzbeiträge bei der IV beantragt werden.
 
2. Krankenkasse (KV): Fokus auf medizinische Behandlung
Sobald die Zuständigkeit der IV endet (meist ab dem 20. Lebensjahr) oder wenn eine Diagnose erst im Erwachsenenalter erfolgt, übernimmt die Grundversicherung:
  • Psychotherapie: Seit der Einführung des Anordnungsmodells werden Therapien bei psychologischen Psychotherapeuten (auf ärztliche Anordnung) von der Grundversicherung bezahlt.
  • Medikamente: Die Kosten für offiziell zugelassene Medikamente (z. B. bei ADHS) werden gemäss Spezialitätenliste übernommen.
  • Ärztliche Leistungen: Diagnostik und Begleitung durch Psychiater sind klassische Leistungen der Krankenkasse.
 
3. Spezifisches Coaching
Reines Coaching zur Alltagsbewältigung gilt oft als Eigenleistung. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen:
  1. IV-Job-Coaching: Wenn es der beruflichen Eingliederung dient, zahlt die IV.
  2. Zusatzversicherungen: Einige Krankenkassen beteiligen sich über Zusatzversicherungen an präventiven oder unterstützenden Massnahmen.
  • Gibt es Unterstützung für Eltern neurodivergenter Kinder?
    • Antwort: Ja, neben Fachstellen wie elpos oder autismus schweiz bieten viele Coaches spezifische Elterntrainings an, um den Familienalltag zu entlasten.
 

Wie hilft mir ein Coaching konkret im Beruf?

  • Es hilft bei der Strukturierung von Aufgaben, dem Management von Reizüberflutung und der Überwindung von Prokrastination (Aufschieberitis).